Dürr erzielt Rekordauftragseingang im ersten Halbjahr

Donnerstag, 03. August 2017, 00:00 Uhr
Geschäftszahlen erstes Halbjahr / zweites Quartal 2017
  • Erstmals über 2 Mrd. € Auftragseingang nach sechs Monaten
  • Prognose für 2017 bestätigt
Bietigheim-Bissingen, 3. August 2017 – Dürr hat den Auftragseingang im ersten Halbjahr 2017 um 4,5 % auf 2.078,7 Mio. € gesteigert und damit erstmals bereits nach sechs Monaten die Marke von 2 Mrd. € überschritten. Maßgeblich dafür war, dass die Bestellungen aus der Automobilindustrie im zweiten Quartal anzogen. Zudem setzte sich bei der Tochter HOMAG die starke Nachfrage nach Maschinen zur Holzbearbeitung fort. Während der Konzernumsatz im ersten Halbjahr um 2,6 % auf 1.751,3 Mio. € stieg, verbesserte sich das EBIT um 21,2 % auf 144,2 Mio. €. Die EBIT-Marge stieg von 7,0 % auf 8,2 % und lag damit am oberen Rand der Zielspanne von 7,5 % bis 8,25 % für das Gesamtjahr. Bereinigt um Sondereffekte von 14,9 Mio. € ergaben sich ein operatives EBIT von 129,3 Mio. € und eine operative EBIT-Marge von 7,4 % (Vorjahr: 119,5 Mio. € und 7,0 %). Das Ergebnis nach Steuern stieg um 28,2 % auf 99,7 Mio. €. Ralf W. Dieter, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG: „Wir liegen voll im Plan und sind auch für das zweite Halbjahr zuversichtlich: Die Projekt-Pipeline unserer Kunden ist gut gefüllt, beim Umsatz erwarten wir eine Beschleunigung im zweiten Halbjahr. Darüber hinaus treiben wir den Ausbau unseres Angebots in den Bereichen Digitalisierung und Internet of Things entschlossen voran.“
Das Wachstum von Dürr kam zustande, obwohl die veräußerte Dürr-Ecoclean-Gruppe (industrielle Reinigungstechnik) seit dem zweiten Quartal nicht mehr zu Umsatz und Auftragseingang beiträgt. Die höchsten Zuwächse erzielte im ersten Halbjahr die HOMAG Group mit einem Plus von 33,0 % beim Auftragseingang. Hier machte sich die starke Nachfrage der Möbelindustrie nach hoch-automatisierten Fertigungslinien bemerkbar. Im Lackieranlagenbau für die Autoindustrie verzeichnete Dürr ein starkes zweites Quartal mit einem Bestellplus von 10,9 %; in der Lackierrobotersparte Application Technology betrug der Zuwachs sogar 21,7 %. In China zog die Nachfrage im ersten Halbjahr spürbar an, hier stieg das Bestellvolumen um 51 % auf 405 Mio. €. Im europäischen Ausland ergab sich ein Zuwachs von 21 % auf 765 Mio. €. Der operative Ergebnisanstieg im ersten Halbjahr resultierte aus dem gestiegenen Umsatz und einer hohen Auslastung. Letztere führte besonders im Maschinenbaugeschäft des Konzerns zu Skaleneffekten. Die Sondereffekte in Höhe von 14,9 Mio. € im EBIT beinhalten den Ende März angefallenen Verkaufsertrag von 22,7 Mio. € für Dürr Ecoclean sowie die Kaufpreis-allokationseffekte für HOMAG (-4,4 Mio. €) und Einmalaufwendungen in der Energieeffizienztechnik (-3,4 Mio. €). Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung hob Dürr um 15 % auf 56,1 Mio. € an. Den Schwerpunkt bildeten Innovationsprojekte im Rahmen der Strategie digital@DÜRR. Unter anderem stellte HOMAG im Mai die Cloud-basierte Internet-Plattform „tapio“ für die Holzbearbeitungsbranche vor. Die Investitionen kehrten mit 33,6 Mio. € auf das Normalniveau zurück (-13,0 %), nachdem Dürr sein Programm zum Ausbau des Standortnetzwerks weitgehend abgeschlossen hat. Das Eigenkapital profitierte von der guten Entwicklung des Nachsteuerergebnisses und stieg seit der Jahresmitte 2016 um 17,1 % auf 833,2 Mio. €. Der Nettofinanzstatus lag zum 30. Juni 2017 mit 96,2 Mio. € klar im positiven Bereich. Der operative Cashflow verbesserte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 um 43,8 Mio. € auf -40,8 Mio. €. Finanzvorstand Carlo Crosetto: „Wir erwarten, dass sich der Cashflow im zweiten Halbjahr gut entwickelt und am Jahresende klar positiv sein wird. Mit Blick auf die Effizienz werden wir die Kostenkontrolle noch stärker betonen.“ Durch den Ecoclean-Verkauf sank die Mitarbeiterzahl seit Ende 2016 um 4,5 % auf 14.545 Beschäftigte. Auf Deutschland entfielen 7.737 Mitarbeiter, das entspricht einem Anteil von 53 % der Konzernbelegschaft. In den Emerging Markets waren zur Jahresmitte 4.482 Mitarbeiter beziehungsweise 31 % der Belegschaft beschäftigt. Ausblick Durch die Ecoclean-Veräußerung entfallen im Jahr 2017 rund 150 Mio. € Umsatz und Auftragseingang. Dennoch strebt Dürr bei beiden Kennzahlen ähnliche Größenordnungen an wie im Vorjahr. Aus heutiger Sicht erwartet Dürr für 2017 einen Umsatz von 3,4 bis 3,6 Mrd. €. Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um den Ecoclean-Effekt, dürfte der Umsatz 2017 um 3 bis 5 % steigen. Der Auftragseingang soll 3,3 bis 3,7 Mrd. € erreichen. Auf Basis des hohen Bestell-volumens im ersten Halbjahr erscheint das obere Ende dieser Bandbreite gut erreichbar. Die Zielbandbreite für die EBIT-Marge beträgt unverändert 7,5 bis 8,25 %, auch dieses Ziel erscheint gut erreichbar. DÜRR-KONZERN1 in Mio € H1
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in %    Q2
2017 Q2
2016 ∆
in % Auftragseingang 2.078,7 1.989,3 4,5 1.022,7 940,7 8,7 Auftragsbestand (30.6.) 2.743,0 2.698,9 1,6 2.743,0 2.698,9 1,6 Umsatz 1.751,3 1.706,9 2,6 859,9 881,7 -2,5 Bruttoergebnis 421,0 408,0 3,2 203,8 212,9 -4,3 Forschungs- u. Entwicklungskosten 56,1 48,6 15,2 27,6 24,8 11,4 EBITDA (Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen) 184,8 157,3 17,5 78,2 79,3 -1,4 EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) 144,2 119,0 21,2 56,5 60,3 -6,3 EBIT vor Sondereffekten² 129,3 119,5 8,2 62,1 63,7 -2,5 Ergebnis nach Steuern 99,7 77,8 28,2 37,2 39,2 -5,2 Ergebnis je Aktie (in €) 2,83 2,21 28,1 1,05 1,11 -5,4 Bruttomarge (%) 24,0 23,9 0,1 %-Pkte. 23,7 24,1 -0,4 %-Pkte. EBIT-Marge in % 8,2 7,0 1,2 %-Pkte. 6,6 6,8 -0,2 %-Pkte. EBIT-Marge vor Sondereffekten² in % 7,4 7,0 0,4 %-Pkte. 7,2 7,2 0,0 %-Pkte. Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) -40,8 -84,6 - -36,7 -82,1 - Free Cashflow -85,7 -138,4 - -55,1 -116,3 - Investitionen (ohne Akquisitionen) 33,6 38,6 -13,0 15,2 18,9 -19,6 Bilanzsumme (30.6.) 3.272,5 3.107,0 5,3 3.272,5 3.107,0 5,3 Eigenkapital (einschl. nicht beherrschende Anteile) (30.6.) 833,2 711,5 17,1 833,2 711,5 17,1 Eigenkapitalquote (30.6.) (%) 25,5 22,9 2,6 %-Pkte. 25,5 22,9 2,6 %-Pkte. ROCE (Return on Capital Employed, annualisiert, %) 36,4 29,2 3,1 %-Pkte. 30,9 29,6 1,3 %-Pkte. Nettofinanzstatus (30.6.) 96,2 -90,2 - 96,2 -90,2 - Net Working Capital (30.6.) 328,9 372,1 -11,6 328,9 372,1 -11,6 Mitarbeiter (30.6.) 14.545 15.051 -3,4 14.545 15.051 -3,4 Paint and Final Assembly System in Mio. € H1
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in % Auftragseingang 645,7 676,0 -4,5 377,4 340,2 10,9 Umsatz 531,3 567,2 -6,3 255,3 276,8 -7,8 EBIT 30,4 38,0 -20,0 13,2 18,7 -29,1 Mitarbeiter (30.6.) 3.384 3.385 0,0 3.384 3.385 0,0 Application Technology in Mio. € H1
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in % Auftragseingang 324,9 308,7 5,2 168,5 138,4 21,7 Umsatz 286,0 263,0 8,8 152,9 143,8 6,4 EBIT 29,2 32,1 -9,3 15,5 14,9 4,4 Mitarbeiter (30.6.) 1.985 1.930 2,8 1.985 1.930 2,8 Measuring and Process Systems3 in Mio. € H1
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in % Auftragseingang 279,5 363,0 -23,0 105,5 168,6 -37,4 Umsatz 251,1 274,8 -8,6 103,3 151,6 -31,9 EBIT 29,1 27,3 6,6 13,9 17,7 -21,3 Mitarbeiter (30.6.) 2.244 3.034 -26,0 2.244 3.034 -26,0 Clean Technology Systems in Mio. € H1
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2016 ∆
in % Auftragseingang 95,1 90,1 5,6 38,6 47,7 -19,2 Umsatz 86,1 75,4 14,2 47,8 42,5 12,3 EBIT 1,6 2,4 -31,9 1,1 2,1 -44,2 Mitarbeiter (30.6.) 586 528 11,0 586 528 11,0 Woodworking Machinery and Systems in Mio. € H1
2017 H1
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in % Q2
2017 Q2
2016 ∆
in % Auftragseingang 733,5 551,5 33,0 332,6 245,9 35,3 Umsatz 596,7 526,6 13,3 300,6 267,0 12,6 EBIT 42,5 27,5 54,8 21,5 13,2 63,6 Mitarbeiter (30.6.) 6.149 5.983 2,8 6.149 5.983 2,8
1 Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. 2 Sondereffekte H1 2017: 14,9 Mio. € (Verkaufsertrag Dürr Ecoclean: 22,7 Mio. €, Kaufpreisallokation HOMAG Group: -4,4 Mio. €, Einmalaufwand Energieeffizienztechnik: -3,4 Mio. €), H1 2016: -0,5 Mio. € 3 Zahlen in Q2 2017 durch Verkauf von Dürr Ecoclean beeinflusst. In Q2 2016 erzielte Dürr Ecoclean 55,7 Mio. € Auftragseingang, 44,3 Mio. € Umsatz und 2,3 Mio. € EBIT. Dürr ist ein weltweit führender Maschinen- und Anlagenbauer mit ausgeprägter Automatisierungskompetenz. Produkte, Systeme und Services des Konzerns ermöglichen hocheffiziente Fertigungsprozesse in unterschiedlichen Industrien. Dürr beliefert Branchen wie die Automobilindustrie, den Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie und die holzbearbeitende Industrie. Das Unternehmen verfügt über 86 Standorte in 28 Ländern. Im Jahr 2016 erzielte der Konzern einen Umsatz von 3,57 Mrd. €. Dürr beschäftigt rund 14.500 Mitarbeiter und agiert mit fünf Divisions am Markt:
  • Paint and Final Assembly Systems: Lackierereien und Endmontagewerke für die Automobilindustrie
  • Application Technology: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen
  • Measuring and Process Systems: Auswuchtanlagen sowie Montage-, Prüf- und Befülltechnik
  • Clean Technology Systems: Abluftreinigungsanlagen und Energieeffizienztechnik
  • Woodworking Machinery and Systems: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie
Diese Veröffentlichung wurde von der Dürr AG/dem Dürr-Konzern („Dürr“) selbstständig erstellt und kann Aussagen zu wichtigen Themen wie Strategie, zukünftigen finanziellen Ergebnissen, Ereignissen, Marktpositionen und Produktentwicklungen enthalten. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind – wie jedes unternehmerische Handeln in einem globalen Umfeld – stets mit Unsicherheit verbunden. Sie unterliegen einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die in Veröffentlichungen von Dürr, insbesondere im Abschnitt „Risiken“ des Geschäftsberichts, beschrieben werden, sich aber nicht auf diese beschränken. Sollten sich eine(s) oder mehrere dieser Risiken, Ungewissheiten oder andere Faktoren realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen von Dürr wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die als zukunftsgerichtete Aussagen formuliert wurden. Zukunftsgerichtete Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie „erwarten“, „wollen“, „ausgehen“, „rechnen mit“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, „werden“ und „vorhersagen“ oder an ähnlichen Begriffen. Dürr übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen ständig zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Aussagen zu Marktpositionen basieren auf den Einschätzungen des Managements und werden durch externe, spezialisierte Agenturen unterstützt.

Unsere Finanzberichte, Präsentationen, Presse- und Ad-hoc-Meldungen können alternative Leistungskennzahlen enthalten. Diese Kennzahlen sind nach den IFRS (International Financial Reporting Standards) nicht definiert. Bitte bewerten Sie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Dürr nicht ausschließlich auf Basis dieser ergänzenden Finanzkennzahlen. Sie ersetzen keinesfalls die im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit den IFRS ermittelten Finanzkennzahlen. Die Ermittlung der alternativen Leistungskennzahlen kann auch bei gleicher oder ähnlicher Bezeichnung von Unternehmen zu Unternehmen abweichen. Weitere Informationen zu den bei Dürr verwendeten alternativen Leistungskennzahlen finden Sie im Finanzglossar auf der Dürr-Webseite.

Dürr Somac GmbH

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