Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange übergibt Förderbescheid für „Schauplatz Erz“

Mittwoch, 16. Mai 2018, 13:38 Uhr
Kunst- und Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange übergab den Fördermittel

Das Forschungs- und Lehrbergwerk ist die sechste und letzte Station der Ministerin bei ihren Besuchen der Branchenschauplätze, die die branchenübergreifende Zentralausstellung flankieren werden. Diese findet im Audi-Bau in Zwickau statt und widmet sich dem Thema „Industrie I Kultur I Mensch“. Träger ist das Deutsche Hygiene-Museum Dresden.

Dr. Eva-Maria Stange: „Uns ist es wichtig, den Besucherinnen und Besuchern mit diesen insgesamt sechs Zusatzausstellungen an authentischen Orten Industriezweige näherzubringen, die für die industrielle Entwicklung Sachsens prägend waren. Die Schachtanlage ‚Reiche Zeche‘ in Freiberg gehörte im 19. Jahrhundert zu den bedeutendsten Erzbergwerken Europas. Nachdem der Bergbau 1913 stillgelegt wurde, übernahm die Bergakademie diese Anlage und nutzt sie seit fast 100 Jahren zu Forschungs- und Ausbildungszwecken.“

„Die Montanindustrie brachte einen Fundus an wissenschaftlich-technischem Know-How hervor, der für die Herausforderungen des Industriezeitalters sehr gut genutzt werden konnte“, sagte Prof. Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg. „Die Bergakademie war hierbei mit Ausbildung und Forschung ein wichtiger Katalysator. Hieran knüpfen wir heute an mit einer modernen Ausrichtung auf Ressourcentechnologien.“

Im Jahr 2020 können Besucher der 4. Sächsischen Landesausstellung hier im Forschungs- und Lehrbergwerk Tradition und Erfindergeist 150 m unter Tage erleben und sich von der authentischen Atmosphäre eines noch aktiven Bergwerkes beeindrucken lassen. Auf spannende Weise werden große und kleine Gäste erfahren, wie Bergbau gestern und heute funktioniert, und wie Fragen der Rohstoffgewinnung zukunftsträchtig gelöst werden können. Dazu ist geplant, den untertägigen musealen Lehrpfad in einen Wissenserlebnispfad umzugestalten. Interessante Forschungsvorhaben präsentiert eine Forschungstour, die den Besucher entlang ausgewählter Versuchsstände ins offene Grubenfeld führen wird.

Zusatzausstellungen sind an folgenden Standorten geplant:
  • Industriemuseum Chemnitz (Maschinenbau)
  • Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf (Eisenbahn und Gütertransport)
  • Tuchfabrik Gebrüder Pfau in Crimmitschau (Textilindustrie)
  • Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge (Steinkohlebergbau)
  • Horch-Museum Zwickau (Automobilindustrie)
  • Himmelfahrt Fundgrube Freiberg (Erzbergbau, Ressourcenmanagement)
Hintergrund Freiberg:

Das Erzgebirgische Montanwesen war grundlegend für eine kontinuierliche wirtschaftliche Entwicklung in Sachsen. Ohne Bergbau, Aufbereitung, Hüttenwesen und die Verarbeitung der gewonnenen Rohstoffe wären die Industrialisierung Sachsens und seine Vorreiterrolle in Deutschland kaum denkbar. Die „Reiche Zeche“ zählte zum mächtigen Verbund Freiberger Gruben, der unter dem Namen „Himmelfahrt Fundgrube“ bekannt wurde. Seit knapp 100 Jahren betreibt die Technische Universität Bergakademie hier ein Forschungs- und Lehrbergwerk, zu dem seit Beginn der 90er Jahre ein Besucherbetrieb gehört. Das Besucherbergwerk steht unter dem Label „Silberbergwerk“ den Touristen und Gästen offen. Der „Reiche Zeche“-Schacht mit seinem weiträumigen Grubenfeld bietet den Besuchern die Möglichkeit, auf gesicherten vertikalen und horizontalen Auffahrungen von insgesamt 14 km Länge und bis in eine Tiefe von 150 m den Freiberger Gangerzbergbau bis in das 14. Jahrhundert zu erforschen. Betreiber des „Silberbergwerkes“ ist der Förderverein „Himmelfahrt Fundgrube“ e.V.


TU Bergakademie Freiberg, Career Center

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