Silicon Saxony: Hightechzone Jinan und Silicon Saxony intensivieren den bestehenden Kontakt

Dienstag, 06. November 2018, 18:55 Uhr
Vom 30. Oktober bis 2. November reiste eine sächsisch/deutsche Delegation nach China. Um die Intensivierung der gegenseitigen wirtschaftlichen Beziehung voranzutreiben, nahm die Gruppe aus Unternehmen, Forschungsinstituten, öffentlichen Institutionen, Politikern sowie dem Hightechnetzwerk Silicon Saxony an der 2018 Sino-German SME Cooperation and Communication Conference (Deutsch-Chinesische Kommunikations- und Kooperationskonferenz für kleine und mittlere Unternehmen) in Jinan teil. Unter dem Motto "Gather Intelligence for Innovation, Energize Industries for Future" bot die Konferenz Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik eine Plattform für den Gedanken- und Ideenaustausch sowie die Präsentation der neuesten wissenschaftlichen und technologischen Fortschritte. Angeführt von den deutschen Politikern Martin Schulz und Rudolf Scharping knüpfte man vor Ort nicht nur wichtige wirtschaftliche und politische Kontakte, auch öffneten sich zahlreiche Türen in einer der größten Industrieregionen Chinas – der Hightechzone Jinan. Auch in China sind die aktuellen technologischen Themenschwerpunkte klar gesetzt. Mit Industrie 4.0, Künstlicher Intelligenz und Big Data gab es daher für Silicon Saxony und dessen Vertreter aus Netzwerk und Forschung perfekte Ansatzpunkte, um in der Provinz Shangdong und der hier verorteten Hightechzone Jinan wertvolle Kontakte zu knüpfen. "China ist der größte sächsische Exportpartner und spielt natürlich auch für unsere Mitglieder eine wichtige Rolle. Mit der Teilnahme an der 2018 Sino-German Cooperation & Communication Conference möchten wir unsere Kompetenzen stärken, um zukünftig entsprechende Geschäftsbeziehungen noch besser unterstützen zu können", erklärte Frank Bösenberg, Geschäftsführer Silicon Saxony Management GmbH. Doch auch abseits des Gastgeberlandes konnten die angereisten Silicon Saxony Vertreter wertvolle internationale Kontakte sammeln. Schließlich nahmen rund 2.000 Teilnehmer an der Konferenz teil, darunter hochrangige Vertreter aus Finnland, der Schweiz, Österreich, Holland, Israel und zahlreichen weiteren Nationen.

Bereits der Eröffnungstag (31. Oktober) hatte es entsprechend in sich. Ein großer VIP-Empfang mit zahlreichen politischen Entscheidern Chinas, Europas und der Welt, darunter auch Martin Schulz und Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping (beide SPD), bot den anwesenden Wirtschafts-, Forschungs- und Clustervertretern ein perfektes Forum sich hochrangig zu vernetzen. In der Folge blieb die Schlagzahl hoch. Neben Reden und Keynotes wichtiger Vertreter aus Politik und Wirtschaft folgten u.a. Foren zu den Trendthemen der Gegenwart – darunter KI, Big Data, Human Resources und Intelligente Fertigung. Ein Matchmaking sowie informative Vorstellungspitches boten immer wieder Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen und den internationalen Austausch zu fördern. Auch Silicon Saxony wurde in diesem Rahmen von Frank Bösenberg dem interessierten Publikum vorgestellt.

Die Präsentation des sächsischen Mikroelektronik- und IKT-Clusters stieß auf großes Interesse, speziell auf chinesischer Seite. Entsprechend schnell wurde im Anschluss vereinbart, zukünftig noch enger zusammenarbeiten zu wollen. Dresden und die Hightech-Zone Jinan trieben die Zusammenarbeit der Mikroelektronik-Cluster beider Städte bereits in den vergangenen Jahren voran. So wurde u.a. 2013 eine Geschäftsplattform zur Unterstützung von Hochtechnologie-Unternehmen initiiert. Aufbauend auf bestehenden Beziehungen eröffnete damals das Jinan-Dresden Kontaktbüro im Technopark Nord. Es berät sowohl chinesische als auch deutsche Unternehmen bei der Gestaltung ihres Auslandsengagements. Als wichtigster Handelspartner Deutschlands bleibt China in den kommenden Jahren für Wirtschaft und Wissenschaft hochinteressant. Nicht umsonst verweisen zahlreiche deutsche Firmen wie Bosch oder Siemens und selbst Universitäten wie die TU Dresden oder die TU Chemnitz bereits auf Außenstellen in Jinan. Silicon Saxony, das wurde im Rahmen der Konferenz klar, wird daher auch seinerseits zukünftig noch intensiver den Austausch mit China suchen.

Über den Silicon Saxony e. V.
Der Silicon Saxony e.V. ist einer der größten Industrieverbände für Mikro- und Nanoelektronik, Software, Smart Systems und Applikationen in Europa. Der Verein wurde im Dezember 2000 als Netzwerk der Halbleiter-, Elektronik- und Mikrosystemindustrie gegründet. Er verbindet Hersteller, Zulieferer, Dienstleister, Hochschulen, Forschungsinstitute und öffentliche Einrichtungen am Wirtschaftsstandort Sachsen. In den rund 340 Mitgliedsunternehmen, die einen Umsatz von mehr als 4,5 Milliarden Euro pro Jahr erzielen, sind derzeit rund 20.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Weiterführende Links

www.silicon-saxony.de Fotos: Silicon Saxony

Silicon Saxony e.V.

Logo.jpg20181016 1688 8wjgij
Silicon Saxony ist ein Branchenverband der IT-, Halbleiter-, Elektronik- und Mikrosystemindustrie Europas. Aus einer Initiative von 20 Partnern im Jahr 2000 in Dresden entstanden, verbindet der Verein inzwischen 280 Unternehmen, Forschungsinstitute, Universitäten und Hochschulen.