Institut für Experimentelle Physik ist Mitglied des Helmholtz-Innovation Labs „UltraTherm“

Montag, 23. März 2020, 09:27 Uhr
Blitzlampeneinrichtung
Der neue „Think and Do Tank für ultrakurze thermische Behandlung von Materialien mit Blitzlampen- und Laserausheilung stellt die Forschungsinfrastruktur für die Weiterentwicklung wissenschaftlicher Expertise sowie der industriellen Anwendung im Bereich Batteriematerialien und gedruckter Elektronik.

Das Hochtechnologie-Labor befindet sich in den Räumen des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf. Die Grundlage der Partnerschaft bilden die an der TU Freiberg unter Leitung des Instituts für Experimentelle Physik (IEP) durchgeführten einschlägigen Arbeiten aus dem Projekt SiNergy, gefördert durch die Sächsische Aufbaubank, zur Herstellung neuartiger siliciumbasierter Metallelektroden für Lithium-Ionen-Batterien mittels Blitzlampenausheilung“, erläutert Dr. Charaf Cherkouk, Projektkoordinator von SiNergy und nun persönlich Mitwirkender am Innovation Lab. Projektleiter Dr. Lars Rebohle vom HZDR-Institut für Ionenstrahlphysik und Materialforschung erwartet, dass das Labor „UltraTherm“ weltweit das erste Kompetenzzentrum für die thermische Behandlung von Materialien mit Blitzlampenausheilung sein wird.

Neben der Möglichkeit der gemeinsamen Nutzung der Kerninfrastruktur von „UltraTherm“, mit der unter geeigneten Voraussetzungen Wärme bei Temperaturen bis zu 2000°C im Millisekundenbereich auf der Oberfläche von Werkstoffen erreicht werden kann, ist für die Wissenschaftler/innen der TU Bergakademie Freiberg auch die am HZDR vorhandene Methodik zur Charakterisierung und Modifizierung von Materialien mittels Ionenstrahlen interessant.

„Die Mitnutzung der Infrastruktur von „UltraTherm“ in Rossendorf bietet unseren Wissenschaftler/innen vom IEP die wunderbare Möglichkeit, gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen vom HZDR und Verbundpartnern aus Industrie und Forschung an einer für die Entwicklung von Energiespeichern wichtigen Schlüsseltechnologie in besonderer Qualität zu arbeiten und weitere gemeinsame Projekte zu erschließen“, freut sich Institutsleiter Prof. Dirk C. Meyer. „Zugleich arrondiert diese Zusammenarbeit die experimentellen Möglichkeiten für alle interessierten Institutionen der TU Freiberg im Hochtemperaturbereich“, ergänzt Meyer auch im Hinblick auf seine Eigenschaft als Sprecher des Zentrums für effiziente Hochtemperatur-Stoffwandlung (ZeHS).

Dr. Lars Rebohle und Dr. Charaf Cherkouk (v.l.n.r.); Foto: Charaf Cherkouk

Hintergrund „UltraTherm“

„UltraTherm“ ist eines von neun Laboren der Helmholtz-Gemeinschaft, die sich in einem zweistufigen Auswahlverfahren durchgesetzt haben. Für die nächsten fünf Jahre stehen hierfür, vorbehaltlich einer erfolgreichen Zwischenevaluation, insgesamt rund 17 Millionen Euro zur Verfügung.Zum Verbund des Innovationslabors gehören weiterhin das Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik, die mittelständischen Unternehmen Frolyt Kondensatoren- und Bauelemente GmbH aus Freiberg und die Smartrac Technology GmbH sowie der Lehrstuhl Industrial Management an der Hochschule Mittweida. Weitere Informationen


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