Bewerbersituation 2011-ITsax.de eine gute Alternative

Donnerstag, 14. April 2011, 10:37 Uhr

(Dresden, 14.04.2011) Wer stand noch nicht vor dem Problem. Ein neuer Praktikumsplatz oder Job wird gesucht und der Weg dorthin geht über eine oder zwei oder viele Bewerbungen. Viele Bewerber versenden massenhaft Bewerbungen bis zum Vorstellungsgespräch. So ist zumindest die allgemeine Wahrnehmung. Doch wie sieht es in der Realität aus? Stimmen Wahrnehmung und Tatsachen überein? Die Community Manager von ITsax.de haben sich etwas umgeschaut und die neusten Entwicklungen auf dem Arbeits- und Bewerbermarkt analysiert.

Einem Bericht von karrierebibel.de zu Folge soll die durchschnittliche Anzahl an geschriebenen Bewerbungen bis zum Berufsstart bei 50liegen. Woher diese Zahl kommt, konnte man dem Artikel nicht entnehmen. Zunächst scheint diese Zahl aber annehmbar, wenn man den Horrorszenarien aus Wirtschaft und Medien glauben schenkt. Laut einer Studie des Verbandes für Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE), die über das Statistikportal statista.de abrufbar ist, sieht diese Zahl jedoch abwegig aus. Zumindest was den IT und Elektrotechnik Bereich angeht. Denn nur 5% von über 700 Befragten gab an, dass sie mehr als 25 Bewerbungen bis zum Berufsstart geschrieben haben. Dagegen haben 79% der Absolventen maximal 10 Bewerbungen versendet. Diese aktuelle Befragung wird auch durch eine Absolventenbefragung der TU Dresden gestützt. Zwischen 2003 und 2009 wurden Absolventen der einzelnen Fakultäten zu ihrem Werdegang nach dem erfolgreichen Studienabschluss befragt, u.a. auch über ihre Bewerbungswege bis zum ersten Job. Im IT-Bereich schrieben die Young Professionals im Durchschnitt nur 6,3 Bewerbungen. Auch die Dauer der aktiven Stellensuche war mit 2,1 Monaten annehmbar. Schon von diesen Zahlen kann man sehen, dass die Anzahl der tatsächlich geschriebenen Bewerbungen wohl doch nicht so hoch ist.

Doch nun weiter im Bewerbungsprozess. Wie sieht es aus, wenn die erste Hürde überstanden wurde und man von einem Unternehmen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird? Auch hier gibt die VDE-Studie eine Antwort. Die leider nicht so positiv ausfällt, wie bei der Anzahl an geschriebenen Bewerbungen. Denn mehr als 22% der Befragten mussten sich für den ersten Job bei mehr als 5 Unternehmen vorstellen. Trotzdem bei mehr als 2/3 der Bewerber beim 3. Unternehmen Schluss war, kann das kein gutes Ergebnis sein. Bei einer Staufenbiel-Studie zu den Job Trends 2011 wird deutlich, wie die Quoten zwischen eingegangen Bewerbungen und Einladungen zum Vorstellungsgespräch aussehen. Bei über 300 befragten Unternehmen gingen im Jahr 2010 insgesamt mehr als 190 000 Bewerbungen ein. Davon wurden jedoch nur 11% der Bewerber zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Das heißt, dass nur knapp jeder 10. die erste Hürde im Bewerbungsverfahren schafft. Aus den geführten Vorstellungsgesprächen resultierten dann knapp 3700 Arbeitsverträge, was einen Schnitt von 18% gibt.

weitere Trends kurz zusammengefasst:

  • Nur noch 7% der Top 1000 Unternehmen in Deutschland bevorzugen einen klassischen Bewerbungsweg, über die Bewerbungsmappe. Der Großteil (53%) ist schon auf online Formularbewerbung umgestiegen oder akzeptiert eine einfache E-Mail – Bewerbung (28%). Jedoch finden nur 31% der Personalverantwortlichen, dass online Plattformen die Bewerbersuche vereinfachen. Der Großteil (62%) sieht eher die Waage in den Vor -und Nachteilen.

  • Social Media werden immer wichtiger für den Berufseinstieg. Im Auftrag von StepStone wurden 214 Unternehmen dazu befragt, ob sie schon einmal über Social Media Dienste Bewerber eingestellt haben. Das Ergebnis: 65% der Personaler taten dies. Anders als in den Vereinigten Staaten werden in Deutschland Bewerber größtenteils nicht wegen einer negativen bzw. Informationen einer online Reputation abgelehnt.

  • Die Bewerber der Elektro-und IT Branche suchen Kontakte vor allem über die Homepage der Unternehmen, bei denen sie sich bewerben wollen. Dicht gefolgt von Internet/Stellenbörsen (54%) und persönliche Kontakte über eine Studien- oder Praktikumsarbeit (50%). Weit abgeschlagen sind eher persönliche Kontakte/ Empfehlungen (16%) oder Fachmessen.

Wie kommt es, dass die Absolventen bei Bewerbungen keine bzw. kaum persönliche Kontakte angeben (wie die TU Dresden Studie zeigt nur 20%) oder keine persönlichen Kontakte besitzen? Diese Frage kann sich vielleicht nur jeder selbst beantworten. Jedoch gibt ITsax.de die Möglichkeit gerade dieses Manko auszumerzen. In dieser Community haben sich mehr als 50 IT und Software Unternehmen aus dem Raum Sachsen (Dresden-Chemnitz-Bautzen-Görlitz-Kamenz) verbunden. Mit Hilfe der Community können die Absolventen und Bewerber Stellenangebote für die Region finden und einen Kontakt zum Unternehmen herstellen. Der Vorteil ist, dass die Mitgliedsunternehmen den viel versprechenden Bewerber nicht fallen lässt, wenn es bei ihrem Unternehmen nicht klappt. Vielmehr kann er ihm einen Empfehlungscode zusprechen, der den Bewerber als erstklassig ausweist und so für die Unternehmen der Community sichtbar wird. Der Bewerbungsprozess kann sich dadurch verkürzen, sowohl in Bezug auf die Anzahl der Bewerbungsschreiben als auch auf die geführten Vorstellungsgespräche. Des Weiteren werden dadurch die neuen Bewerbungswege über Social Media weiter ausgeschöpft.