Kanaleo-Studie erfolgreich abgeschlossen - Zusammenhang zwischen Bewerberkanälen analysiert

Mittwoch, 20. August 2014, 15:00 Uhr
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Dresden, 20.08.14 Das Befragungstool kanaleo.de hat wieder einmal erfolgreich eine Studie abgeschlossen. Diesmal wurde die Korrelations zwischen verschiedenen Bewerberkanälen - insbesondere Onlinestellenbörsen und Empfehlungen - analysiert. pludoni-Werkstudent David Kaiser aus dem Bereich Controlling und Statistik hat diese Studie ausgewertet. Wir haben ihn nun dazu befragt.

Wie bist du eigentlich zur pludoni GmbH und damit zu kanaleo.de gekommen?Ich studiere Wirtschaftswissenschaften an der TU Chemnitzund habe da bis auf Praktikum und Bachelorarbeit alles erfolgreichabgeschlossen, so dass ich nicht mehr zwingend an der Uni sein muss. Deshalbhabe ich mich entschlossen nach Dresden zu ziehen. Denn ich fühle mich hierwohl und will hier leben. Da ich ein Faible für Zahlen habe, kam mir das Praktikum im Bereich Controlling/Statistik sowie die Möglichkeit meine Bachelorarbeit bei pludoni GmbH zu schreiben sehr gelegen.

Wieso interessierst du dich für kanaleo.de als Thema deiner Bachelorarbeit?

Die Studie sollte von Anfang an Inhalt meiner Abschlussarbeit werden. Geschäftsführer Dr. Jörg Klukas hat mir das direkt beim Vorstellungsgespräch angeboten. Das Thema war mir zunächst primär nicht so wichtig. Erstmal stand die Möglichkeit überhaupt meine Arbeit im Unternehmen zu schreiben im Vordergrund. Aber bereits in den ersten Wochen hab ich mich zunehmend mit dem Thema auseinandersetzen können und begleite die Studie wirklich sehr gern. Durch die Datenerfassung mittels Kanaleo.de bekommt man viele neue Erkenntnisse im Bereich des Personalmarketings.

Wie hast du deine Studie begonnen? Als ich mein Praktikum begonnen habe, lief die Studiebereits. Da musste ich mich erstmal ein wenig rein denken. Ich habe die Zahlenfür das restliche Jahr 2013 ergänzt. Insgesamt konnten wir im letzten Jahr7.675 Datensätze sammeln. Ich habe mich mit den statistischen Zusammenhängender Kanäle auseinandergesetzt. Dann habe ich recherchiert wie man die Zusammenhängefür unsere Datensätze ermittelt und mittels Statistik-Software die sogenanntenPhi-Koeffizienten berechnet, um Aussagen zu den Zusammenhängen zu treffen.

Wie weit ist dieStudie und damit auch deine Abschlussarbeit bereits vorangeschritten und biswann soll beides fertig werden? Die Studie ist im Wesentlichen fertig. Fast 90 Firmen habendaran teilgenommen und wir konnten 18.330 anonymisierte Fragebögen auswerten,obwohl im ersten Halbjahr der Studie nur 186 Datensätze eingegangen waren. Demnächstwill ich mich an meine Uni wenden und meine Bachelorarbeit anmelden.

Welche Probleme sindeventuell während der Studie aufgetaucht? Wie konntest du diese lösen? Es gab so einige Probleme. Da es sich ja um eine Studiehandelt, die Datensätze von vier Jahren auswertet. Innerhalb dieser Zeit habensich das Portal Kanaleo.de und der Fragebogen zur Studie verändert. Da kann eszu Diskrepanzen und Messfehlern kommen. Wenn mir Fehler aufgefallen sind, habeich diese mit unserem Geschäftsführer Dr. Jörg Klukas bzw. Chefentwickler StefanWienert besprochen. Nach gemeinsamen Rücksprachen wurden dann die Fehlerquellenanalysiert und behoben.

Wie viele Stunden pro Woche bringst duso mit der Studie zu? Arbeitest du auch an anderen Projekten?Mit allem was dazugehört, also Literaturrecherche und meinenBesuchen in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, sindes etwa 15 bis 20 Stunden pro Woche. Hauptsächlich arbeite ich an der Studie.Nur ab und zu gibt es andere Projekte wie die Vorbereitung der Kennzahlen undPräsentationen für Community-Treffen. Außerdem habe ich einen neuen Fragebogen zurErfassung neuer Daten für Kanaleo erstellt. Der soll neben der Effektivität –was mein Studieninhalt war - auch die Effizienz der Personalmarketing-Kanälemessbar machen können. Generell habe ich das Portal Kanaleo.de nebenher auch weiterentwickelt.

Wie sehen deine Plänenach dem Abschluss der Studie und deiner Bachelorarbeit aus? Wenn die Studie veröffentlicht ist, widme ich mich einernächsten Teilstudie, die auf den Ergebnissen der jetzigen Studie aufbaut. Nachmeiner Abschlussarbeit und meinem Studium wird es mich endgültig auf denArbeitsmarkt spülen. Wie genau das aussieht, kann ich aber heute noch nichtsagen.

Gibt es inzwischen neueErgebnisse bei der Studie?Ja und zwar, dass der Anteil der Bewerbungen aufgrund vonEmpfehlungen signifikant gestiegen ist. Wenn man die Studienergebnisse nachUnternehmensgrößen segmentiert, zeigt sich das Empfehlungen in Kleinen undMittelständischen Unternehmen im Jahr 2013 mit fast 60 Prozent der populärstePersonalmarketingkanal sind.

In mindestens 90 Prozent aller Fragenbögen wurden Onlinestellenbörsenoder Empfehlungen als Kanal angegeben. Die einzelnen Ergebnisse für beideKanäle über die Jahre hinweg habe ich in einem Diagramm dargestellt.

Auch beim phi-Koeffizienten gibt es Ergebnisse. DieserKoeffizient drückt die Stärke des Zusammenhangs zwischen zwei Variablen aus.Über die Jahre hinweg zeigt sich ein konstanter mittelstarker Zusammenhangzwischen Onlinestellenbörsen und Empfehlungen. Daher habe ich für 2013 eineseparate Betrachtung der Communitys vorgenommen, welche eigentlich zusammen mitBekannten, Freunden, Kollegen und Social-Media-Protalen zum Kanal Empfehlungengehören. Damit konnte ich den Zusammenhang zwischen Onlinestellenbörsen und denCommunitys im speziellen prüfen und herausfinden, dass zwischen diesen beidenKanälen lediglich ein geringer Zusammenhang besteht und somit unsere Communitysdiejenigen Fachkräfte anspricht, welche durch Online-Stellenbörsen nichterreicht werden können.

Der Empfehlungsbundund das Befragungstool kanaleo.de stehen für das gemeinsame Ziel: Fach- und Führungskräfte an diejeweiligen Communityregionen zu binden und Perspektiven über Jobs, Stellen,Praktika und Ausbildungen aufzuzeigen. Unser Motto: Gemeinsam stark für Deutschland.



Dieser Blogbeitrag erschien erstmals auf empfehlungsbund.de.