Zur Einschätzung von Jobmessen als Recruitingkanal – Gibt es sowas?

Mittwoch, 01. Juni 2016, 14:00 Uhr
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In diesem Monat starten wir über das Portal Trendea eine Umfrage zum Thema Recruitingerfolg auf Jobmessen. In einer laufenden Umfrage wollen wir daher Ihre Einschätzung zum Recruitingerfolg auf Messen einholen. Uns interessiert Ihre Meinung als Aussteller auf Jobmessen. Bisher wurde noch nie eine qualitative Umfrage, die die Sicht der Aussteller repräsentiert, gestartet. Wir hoffen daher, mit Ihrer Hilfe Ergebnisse zu ermitteln, die durchaus interessante Erkenntnisse für das Personalmarketing bereit hält.

Leicht zugängliche Informationen helfen bei der Entscheidungsfindung

Um Nachwuchs-, Fach- und Führungskräfte zu rekrutieren, greifen Firmen auf die verschiedensten Kanäle zurück. Neben dem Allstar der guten alten Stellenanzeige auf Online-Jobbörsen haben sich nun auch Empfehlungen von Kollegen als zweiterfolgreichster Recruiting-Kanal herausgestellt. Natürlich darf man auch nicht die Printmedien und die immer mehr an Bedeutung zunehmenden Social Media Plattformen neben unzähligen weiteren Recruitingkanälen vergessen. Im Personalmarketing gilt das Gebot: Auf das richtige Mischungsverhältnis kommt es an!

Wo auch immer viele Personen miteinander in Kontakt treten, wittern Firmen die Gelegenheit sich als guter Arbeitgeber zu vermarkten. Je erfolgreicher der Bewerberrücklauf ist, desto schneller wird sich ein neuer Recruitingkanal als Standard etablieren. Viele Wege führen nach Rom, heißt es. Aber nicht alle Wege sind von gleicher Relevanz oder von gleichwertiger Güte.

Entsprechend groß ist das Informationsangebot zur Einschätzung der verschiedenen Kanäle. Eine gewaltige Palette an Ratgebern, Studien und Veranstaltungen geben Antworten auf alle nur erdenklichen Fragen, die ein Personaler haben könnte. Wie sehen optimierte Stellenanzeigen aus? Was kann man von Social Media erwarten und wie bedient man sie sinnvoll? Welche Zielgruppe ist mobil unterwegs und welche Plattformen werden bevorzugt genutzt? Oder welche Hebel muss man bei der Generation Y betätigen, um sie als begeisterte Mitarbeiter und Unternehmensbotschafter zu motivieren? Sie haben eine Frage, dann finden Sie dazu auch eine Antwort und auch gleich mehrere Studien, die diese Antwort untermauert.

Das desolate Informationsangebot über Messen

Doch da gibt es einen Recruitingkanal, der sich dem überwältigenden Informationsangebot zu widersetzen scheint. Dabei ist dieser Recruitingkanal aus der Perspektive der Bewerber mit ausreichend Informationsmaterial abgedeckt. So fasst das wohl bekannteste Portal Messen.de auf einen Blick alle bekannten Messen Deutschlands zusammen und bietet sogar eine Besucherbewertung an. Aber dann ist da noch die andere Seite. Gemeint ist die Perspektive des Personalmanagements. Hier gibt es kaum brauchbare Daten.

Die Rede ist von Jobmessen. Machen Sie ruhig den Test und suchen Sie nach einer Studie, die brauchbare Auswertungsergebnisse über Jobmessen enthält. Oder versuchen Sie zumindest ein Vergleichsportal für Jobmessen zu finden, wie es solche Vergleichsportale transparenterweise für Jobbörsen gibt. Sie werden überrascht sein, wie gering das Informationenangebot ist, das für Sie als Personaler zur Beurteilung einer Messe von Relevanz wäre.

Warum das so ist? Ehrlich gesagt wissen wir vom Empfehlungsbund es nicht. Dabei sind wir von der Eignung von Jobmessen als Recruitingkanal überzeugt. Wir würden nicht die Kooperation mit Jobmessen in die Wege zu leiten, wenn wir hierin keinen Mehrwert für unsere Partner sehen würden. Das Konzept von Jobmessen ist unserem Empfehlungskonzept in einigen Berührungspunkten gar nicht so unähnlich. Sie sind so organisiert, dass sie einer Menge von KMUs aus der Region eine geeignete Plattform bieten und durch ihren gemeinsamen Auftritt als Event von tausenden Besuchern wahrgenommen werden.

Jedoch ist es nur schwer möglich, einen sinnvollen Erfahrungsaustausch über das Thema Jobmessen in die Wege zu leiten. Da der Recruitingerfolg das einzige Richtmaß ist, wonach man die Güte eines Recruitingkanals bewerten könnte, stehen wir beim Thema Jobmessen vor vielen Fragezeichen. Sobald wir uns nämlich fragen, woran es liegt, dass wir einen Recruitingerfolg mal besser oder mal schlechter verzeichnen, suchen wir nach Vergleichspunkten, worin entweder wir in der Rolle als Aussteller oder die Messe unterschiedlich gut abschnitten. De facto könnten die Recruitingerfolge unserer Partner auf Messen kaum unterschiedlicher sein. Im Vergleich dazu ist der verzeichnete Recruitingerfolg über die Jobportale unserer Communitys wesentlich homogener und bestens dokumentiert. So ist schnell erkennbar, woran es gelegen hat, dass ein Erfolg einmal ausbleibt.

Mit Umfragen zu mehr Transparenz in der Messelandschaft

Doch was sind brauchbare Vergleichspunkte bei Jobmessen? Die Anzahl der Messebesucher käme in den Sinn. Viel hilft bekanntlich viel. Hierzu lassen sich auch objektive Zahlen finden. Jobmessen werben viel und gern mit der Anzahl ihrer Besucher. Aber spielt die Anzahl überhaupt eine Rolle? Es ist schier aussichtslos, es allen recht zu machen. Als Top-Arbeitgeber muss man sich nur wenigen relevanten Zielgruppen präsentieren, die man vorab ins Auge gefasst hat. Inwiefern diese Zielgruppe auf der Jobmesse überhaupt vertreten ist, ist allerdings eines der vielen Fragezeichen. Fragen wir uns: Ist die KarriereStart in Dresden mit 30000 Besuchern für ein sächsisches Unternehmen der MINT-Branche das dringend Ausbildungsplätze belegen will vielversprechender als die wesentlich kleinere und übersichtlichere Jobmesse Dresden? Oder greift man doch lieber tiefer in die Tasche und bezahlt Standgebühren für beide Messeauftritte?

Der Haken an Jobmessen ist; es gibt für sie überhaupt keine objektiven Kriterien, woran ein Unternehmen erkennt, ob es sich lohnt, als Aussteller tätig zu werden, oder nicht. Das heißt, es gibt noch keine objektiven Kriterien. Denn wir vom Empfehlungsbund wollen dies nun ändern. Wir wollen für etwas mehr Transparenz im Dschungel der Jobmessen sorgen. Zu diesem Zweck starten wir über das Umfrageportal Trendea ab Juni bis Ende diesen Jahres eine Umfrage, die direkt an alle Personaler mit Ausstellererfahrung gerichtet ist. Auf Basis unserer Umfrage wollen wir eine qualitative Erhebung bewirken, woran man den Recruitingerfolg einer Jobmesse für die eigenen Recruitingziele einschätzen kann.

Unsere Umfrage soll folgende Fragen beantworten:

  • Welche Qualität der Kontakte zu Bewerbern kann man erwarten?
  • Welche Bewerber mit welchem Qualifikationsstand können über Messen erreicht werden?
  • Können durch Messen Bewerber eingestellt werden?
  • Welche Messen sind allgemein zu empfehlen?
  • Welche Hilfsmittel sind am effektivsten?

Wir initiieren damit den ersten Schritt auf der Suche nach Vergleichspunkten, wonach ein Unternehmen bewerten kann, wie gut die Aussichten auf Recruitingerfolg beschaffen sind. Mit unserer ersten Umfrage wollen wir ganz allgemein in Erfahrung bringen, was ein Recruitingerfolg bei Jobmessen überhaupt beinhaltet und welche Faktoren hierbei aus den persönlichen Erfahrungen der Aussteller Einfluss nehmen.

Nur Trendea bietet laufende Umfragen, die sich gezielt an Personaler richten.

Nur Trendea bietet laufende Umfragen, die sich gezielt an Personaler richten.

Die Auswertung soll diesbezüglich die ersten Parallelen in den Erfahrungen der Aussteller aufdecken. Mithilfe dieser Parallelen können wir daraufhin Hypothesen formulieren, die die Basis für weitere Umfragen sein werden und können so langsam zu den harten Fakten vorstoßen.

Uns ist bewusst, dass der Weg steinig ist und viel Arbeit erfordert. Jedoch sehen wir hierin die Chance sowohl für Aussteller als auch für Messen eine relevante Studie zu liefern. Eine Studie, die es so in Deutschland bisher noch nicht gegeben hat. Alles was wir hierfür brauchen, sind ein paar Minuten Ihrer kostbare Zeit. Helfen Sie uns dabei, mit Ihren Erfahrungen etwas mehr Transparenz in die Messelandschaft zu bringen. Nehmen Sie an unserer Umfrage teil auf Trendea.de



Dieser Blogbeitrag erschien erstmals auf empfehlungsbund.de.