Verschenktes Potential in der Fachkräftegewinnung - Empfehlungsbund schafft Abhilfe

Dienstag, 08. Juli 2014, 17:23 Uhr
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Auf einen eingestellten Mitarbeiter kommen mittlerweile bis zu 100 Absagen an andere Bewerber. Trotzdem finden viele Unternehmen nicht genügend Fachkräfte. Das könnte vielleicht auch daran liegen, dass sich die Bewerber untereinander kennen. Sie sind durch soziale Medien vernetzt, haben vielleicht zusammen studiert. Abgelehnte Kandidaten könnten ihrem Freundes- und Bekanntenkreis von einer Bewerbung abraten. Sätze wie "Mich haben sie auch nicht genommen und mir stattdessen nur ein 08/15-Standartabsageschreiben geschickt" könnten zukünftige Bewerbungen abschrecken.

Wie viel besser wäre es, wenn selbst abgelehnte Bewerber von einem Unternehmen schwärmen? Heutzutage sind Fachkräfte miteinander vernetzt. Ein trotz Absage begeisterter Bewerber birgt daher großes Potential für das Unternehmen. Er wirbt mit seinem positiven Bewerbungserlebnis für die Firma und ist damit gleichzeitig eine Art Headhunter.

Personaler investieren oft große Summen in die Imagebildung ihres Unternehmens über teure Kununu- oder Faircompany-Profile. Das Potenzial aller Bewerber – auch der abgelehnten - bleibt jedoch ungenutzt. Doch was könnte man den Kandidaten bieten, damit sie auch in Zukunft positiv vom Unternehmen sprechen unabhängig von einer Einstellung?

Vor der Bewerbung

  • Aktuelle und zeitgemäße Stellenanzeigen auf der Karrierewebseite, welche übersichtlich strukturiert sind.
  • Eine Karrierewebseite, die umfassend informiert ohne langes Herumklicken. Keine Employer-Branding-Plattitüden.
  • Fakten auf den Tisch: Was für Projekte, können bearbeitet werden?
  • Ansprechpartner mit Foto, der direkt für diese Stelle zuständig ist

Im Bewerbungsprozess

  • Sofortige Eingangsbestätigung der Bewerbung
  • Qualifiziertes Feedback innerhalb von 7-14 Tagen (Absage oder Einladung zum Gespräch)
  • Dem Bewerber die Möglichkeit geben, das Unternehmen kennen zu lernen (Arbeitsumfeld, Visionen/Strategie der Firma, konkretes Aufgabenumfeld, Entwicklungsmöglichkeiten, Herausforderungen)

Nach der Bewerbung – bei Absage

  • Konstruktives Feedback. Nicht hinter dem AGG verstecken (keine Angst vor Klage)
  • Zeitnahes Feedback (zusammen mit Absage oder nicht später als 7 Tage danach)
  • Konkrete Empfehlungen für den weiteren Bewerbungsweg wie Partnerfirmen oder Netzwerke, damit der Bewerber nicht ganz von vorn beginnen muss

Es gibt bereits ein Netzwerk, das einem in vielen dieser Punkte die Arbeit abnehmen oder erleichtern kann: Den Empfehlungsbund. Ziel des Bundes ist es, die Arbeitgebermarke aller teilnehmenden Unternehmen zu stärken. 300 Organisationen sind hier bereits vernetzt und schöpfen dadurch das Marketingpotential der vielen abgesagten Kandidaten intensiv aus.

"Ich bin wirklich begeistert von dieser Methode, ohne das System des Empfehlungsbundes hätte ich meinen jetzigen Job sicher nicht gefunden", so Kathleen Schwerdt. Sie hatte sich ursprünglich bei einem der anderen Unternehmen des Netzwerks im Leipziger Raum beworben. Mit der Absage kam die Empfehlung und dadurch ihr heutiger Job bei der pludoni GmbH.

Unternehmen können ihren Absagen so die Chance geben ganz positiv über die Firma zu berichten, in dem die eine oder andere Empfehlung ausgesprochen und so Orientierung gegeben wird.

Der Empfehlungsbund und seine Communitys stehen für das gemeinsame Ziel: Fach- und Führungskräfte an die jeweiligen Communityregionen zu binden und Perspektiven über Jobs, Stellen, Praktika und Ausbildungen aufzuzeigen. Unser Motto: Gemeinsam stark für Deutschland.



Dieser Blogbeitrag erschien erstmals auf empfehlungsbund.de.